Test: Fructoflor

Nachdem ich von meiner Heilpraktikerin aufgrund eines Stuhlbefundes Flora24 und Colostrum zur Darmsanierung verordnet bekommen habe und beides gut vertrage, wage ich mich an das nächste Bakterium, das helfen soll Fructose verdauen zu können: Fructoflor. Ich habe mir gleich 60 Tabletten direkt beim Hersteller bestellt. Das Nahrungsergänzungsmittel braucht ca. 2 Monate, bis es anschlägt. Ich bin total gespannt! Heute habe ich 10 Minuten vorm Frühstück die erste Tablette eingeworfen. In den nächsten Wochen werde ich den Post regelmäßig aktualisieren und eventuelle Nebenwirkungen bzw. Erfolge mitteilen. Mal sehen, ob die Versprechung „mehr Lebensqualität“ eintrifft!

  • 19. Oktober 2019: keine Nebenwirkungen
  • 25. Oktober 2019: keine Nebenwirkungen 🙂
  • 29. November 2019: Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich mehr Fructose aus bzw. größere Portionen Gemüse vertrage (auch Kohl), an Obst habe ich mich immer noch nicht ran getraut.
  • 10. Dezember 2019: Da ich den Eindruck habe, dass mir fructoflor in Kombination mit der fructosearmen Ernährung hilft, habe ich mir eine weitere Zweimonatspackung bestellt (in der Hoffnung, dass mein Magen bzw. Darm die Weihnachtszeit gut überlebt).
  • 30. Dezember 2019: Ich habe mich dazu entschlossen eine zweite Packung Fructoflor einzunehmen. Mittlerweile habe ich insgesamt den Eindruck, dass sich mein Magen-Darm-Trakt beruhigt hat und ein Stück Hefegebäck oder gelegentlich ein Plätzchen gut vertragen werden.
  • 14. Januar 2020: Vor zwei Wochen musste ich leider für ein paar Tage ins Krankenhaus. Die dortige Küche war sehr bemüht um fructosearmes Essen, Antibiotikuminfusion und Schmerztabletten haben dennoch meinen Darm etwas durcheinander gebracht. Mittlerweile hat er sich aber erholt und ich nehme immer noch Fructoflor. Ich hab noch 30 Tabletten, wenn die aufgebraucht sind, schau ich mal, was die Einnahme gebracht hat.
  • 28. Januar 2020: Die Verdauung wird zunehmend besser. Zwischenzeitlich habe ich ein kleines Schokoküchlein von unserem Bäcker gegessen und gut vertragen. Ich habe zwischenzeitlich die anderen Präbiotika (Flora24 und Colostrum) ausgeschlichen, da ich den Eindruck hatte, sie tun mir nicht mehr gut. Außerdem will ich sobald ich mit Fructoflor durch bin, einen großen Darmcheck machen, um zu schauen, was mein Darm überhaupt noch braucht.
  • 14. Februar 2020: Heute nehme ich die vorletzte Kapsel aus der Packung und übermorgen geht es in Urlaub in ein Spa-Hotel. Da kann ich ja dann am Buffet testen, was ich so vertrage. Insgesamt kann ich schon echt große Portionen Gemüse essen, Banane und Heidelbeeren in geringen Maßen auch.
  • 17. Februar 2020: Heute ist der zweite Tag ohne Fructflor. Gestern sind wir im Hotel angekommen und jetzt beginne ich zu testen, was die Einnahme gebracht hat. Ich habe aber gestern Abend beim Buffet schon gemerkt, dass ich durch die Ernährungsumstellung ganz automatisch Essen ansteuere, von dem ich weiß, dass ich es vertrage.
  • 24. Februar 2020: Als geheilt kann ich mich nicht betrachten. Die „bösen“ Lebensmittel wie Obst und Zucker kann ich immer noch nicht wirklich essen (nur kleine Mengen). Dafür aber größere Mengen Gemüse. Mein größeres Problem sind aber säurebildende Lebensmittel wie Kaffee, Kaltes oder Kohlensäure. Dann bekomme ich Sodbrennen. Aber das hängt nur indirekt mit der Fructose zusammen und direkt mit meiner Gastritis.

Falls du fructosearme Rezepte für eine Ernährungsumstellung suchst, findest du hier auf meinem Blog welche. Grundsätzlich gilt natürlich, dass jeder individuell testen muss, was er / sie verträgt. Die Toleranzgrenze wird ja aber mit der Zeit auch durch die Ernährungsumstellung immer höher, ob man nun Fructoflor nimmt oder nicht. Die Tabletten wirken also meiner Meinung nach nur unterstützend. Das heißt, man braucht sie nicht zwingend. Aber unsere Gesellschaft ist in der Regel so gepolt, dass man immer erstmal schaut, ob es eine Pille gibt, die das „Wehwehchen“ weg macht.

Wenn du selbst positive oder negative Erfahrungen mit Fructoflor gemacht hast, dann lass es mich hier unten in der Kommentarfunktion wissen. Ich habe z.B. in der Facebook-Gruppe „Fructoseintoleranz – na und?“ schon gelesen, dass Menschen mit Histaminintoleranz Fructoflor nicht vertragen. Wenn man so etwas vorher schon weiß, dann kann man sich unangenehme Nebenwirkungen und unnötige Ausgaben sparen.

Fazit: Fructoflor wirkt zwar unterstützend, aber wenn man die Ernährumstellung konsequent umsetzt und generell eine Darmsanierung durchführt, dann kann man auf die Tabletten verzichten. Mir hat Fructoflor jedenfalls nicht geschadet.

Update (24. März 2020): Ich habe eine große Darmanalyse machen lassen und der Befund ergab, dass ich neben der FI noch ein paar weitere Baustellen habe (z.B. Leaky gut), das kann Fructoflor nicht heilen. Daher hatte ich weiterhin immer wieder Beschwerden. Die Bakterien, die durch Fructoflor aufgefüllt werden, waren aber im Normalbereich. Das heißt, in dem Bereich hat es definitiv geholfen. Mein Tipp ist also: Lasst über euren Arzt oder Therapeuten einen Darmflorastatus veranlassen und lasst abklären, was noch so im Argen liegt. Dann schafft man es, sagt meine Therapeutin, die FI auch wieder loszuwerden!

2 Gedanken zu „Test: Fructoflor“

    1. Hallo Sabine! Ich bin auch total gespannt, ob es hilft. Bis jetzt merke ich noch keine Verbesserung oder Verschlechterung. Trotz allem ist es mir wichtig, die Ernährung entsprechend auf FI umzustellen. Letztendlich will ich ja nur wieder etwas Obst essen können. Zucker brauch ich nicht zwingend…

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